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Medizin

Zuverlässige, dauerhafte Kennzeichnung für strenge Rückverfolgbarkeit und Einhaltung von Vorschriften

Sicherstellung von UDI-konformen, sterilen und dauerhaften Codes - selbst auf komplexen oder empfindlichen Geräteoberflächen

Herausforderungen in der medizinischen Industrie

Im Bereich der Medizinprodukte ist die Teilekennzeichnung streng geregelt. Dauerhafte, hochauflösende Codes sind erforderlich, um die UDI-Vorgaben (Unique Device Identification) von Behörden wie der EU MDR oder der FDA zu erfüllen. Die Materialien variieren von Titanimplantaten bis hin zu Polycarbonatgehäusen und rostfreien chirurgischen Werkzeugen, die jeweils unterschiedliche Oberflächeneigenschaften, Wärmeempfindlichkeiten und Sterilisationsanforderungen aufweisen.
 
Hersteller stehen vor der Herausforderung, kleine, oft gewölbte oder strukturierte Oberflächen zu kennzeichnen, ohne die Funktionalität zu beeinträchtigen oder Toleranzen zu verändern. Die Codes müssen auch nach dem Autoklavieren, der Einwirkung von Chemikalien und dem Abrieb lesbar bleiben - die Haltbarkeit ist also entscheidend.
 
Reinraumumgebungen und Validierungsverfahren erfordern Null-Kontamination, minimale Partikel und geringe thermische Belastung. Da es sich bei vielen Geräten um hochwertige Produkte mit geringen Stückzahlen handelt, sind die Ausbeute beim ersten Durchlauf und eine präzise Kontrolle von entscheidender Bedeutung.

Materialien

Druckmuster

UV-Lasermarker

UV-Laser arbeiten mit einer kurzen Wellenlänge und ermöglichen eine Kaltmarkierung ohne thermische Schädigung. Dadurch sind sie ideal für die Kennzeichnung empfindlicher medizinischer Kunststoffe wie Polycarbonat, PEEK oder Nylon geeignet, ohne dass es zu Verfärbungen, Verformungen oder Beeinträchtigungen der Materialintegrität kommt. UV-Laser erzeugen extrem feine, kontrastreiche Codes - auch auf weißen oder transparenten Oberflächen - und erfüllen dabei Reinraumstandards und vermeiden Rückstände. Sie werden häufig für Spritzen, Schläuche, Gehäuse und Einwegprodukte verwendet.
The UV/One Laser Marker from the front.
Telesis EV4GDS Green Laser Marker from the front.

Grüne Lasermarkierer

Grüne Laser eignen sich optimal für die Präzisionsbeschriftung von Kunststoffen und Keramiken. Sie bieten im Vergleich zu Infrarotlasern eine bessere Absorption in transparenten und reflektierenden Materialien und ermöglichen lesbare und stabile Markierungen auf Gegenständen wie Infusionskomponenten, Verbindungsstücken und Dentalwerkzeugen. Die geringe Wärmezufuhr gewährleistet die Unversehrtheit der Oberfläche und trägt zur Erfüllung von Validierungs- und Hygieneanforderungen bei. Grüne Laser sind eine gute Wahl, wenn sowohl Kontrast als auch Mikromarkierung entscheidend sind.

Faserlaser-Marker

Faserlaser sind eine robuste Lösung für die Kennzeichnung von Metallen wie Edelstahl, Titan oder Kobalt-Chrom. Sie erzeugen hochauflösende DataMatrix-Codes und alphanumerische Markierungen mit tiefem oder geglühtem Kontrast, geeignet für chirurgische Instrumente, orthopädische Implantate und wiederverwendbare Werkzeuge. Die Codes bleiben auch nach Sterilisations- und Reinigungszyklen lesbar. Ohne Verbrauchsmaterial und mit langer Diodenlebensdauer bieten Faserlaser einen hohen Durchsatz und minimale Ausfallzeiten.

XpressMark fiber laser from the side with the connection ports and the laserhead visible.
The Telesis EV15DS Laser from the front.

Vanadat-Lasermarker

Vanadat-Laser liefern kurze Pulse und kleine Punktgrößen für feine, kontrastreiche Markierungen auf einer Vielzahl von Materialien, von Kunststoffen bis zu Metallen. Sie eignen sich besonders gut für die Herstellung von DataMatrix-Codes in Mikrogröße, die für Anwendungen mit begrenztem Platzangebot wie Katheter, Linsen oder Führungsdrähte benötigt werden. Die geringere Wärmeeinflusszone reduziert die Materialbelastung, wodurch sie sich für Komponenten mit engen Toleranzvorgaben eignen. Vanadat-Laser bieten eine ausgewogene Lösung zwischen Geschwindigkeit, Qualität und Vielseitigkeit.

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